Sabine's Reise Blog

Final

17.06.2010


 

Well, after touring around Sydney in heavy rains and storms I came to see Newcastle, a bit north of Sydney. Small town, fine beaches, fine surfers to watch :-) and a few shops where I can spend some money on winter! clothes.

Wetter wurde besser, die buy back appointment mit meiner garage kam in Sicht und so gings nach Sydney ins Hostel (Bettt! Dusche!)

So, die letzte Nacht im Hostel ist rum, rumhaengen in Sydney ist auch rum (Hihi, kennt jemand den Song: " Warum badest du in Rum, badest du in Rum rum"?). Beim Autohaendler musste ich noch mal meine besten englischen colourful words auspacken, so ein slimy bugger! Aber er hat Geld rausgerueckt!  So, und dann gings an den Flughafen. Da hab ich mir was vorgenommen! Zwischenlandung in Brisbane mit Aussteigen, Rumhaengen, Wiedereinsteigen ist gemeint mit dem kleingedruckten "technical stop". Das gleiche passiert dann laut Flugplan nochmal in Kuala Lumpur (3 Stunden), in Peking hab ich dann 10 Stunden Zeit zu verbringen, dann Budapest und schliesslich Frankfurt, Zug Mainz, Bahn Hechtsheim, Auto Neustadt, uff! Well, seis drum, hier kommen 

zum letzten Mal Gruesse aus downunder. Ab morgen frueh ist die Welt wieder upside. 

See ya Australia!  ,

 

  

Hach herrlich, hab endlich mal freies (aeh free?) Internet gefunden und somit gibts auch noch  

Gruesse aus Kuala Lumpur (5.30 morgens).

 


Suedliche Great Dividing Range, Australische Alpen

03.06.2010


 

2. Juni, 5 Uhr morgens, carpark Thredbo, Mt. Kosciuszko Nationalpark
Ja, das glaub ich ja jetzt nicht! Liege im Bett in Australien (hallo! Wueste, Sand, Kangaroos, heiss, Eukalyptusbaeume,…), im (nicht unter) dem Schlafsack, Fleece an, Doppelschicht Hemden, Hose, Muetze und ich waehne mich im Schwarzwald, nur der Spiritusgeruch fehlt! (Insider). Seit STunden rumort es draussen und bei naeherer Betrachtung (hab mich rausgequaelt aufs Klo) stellt sich heraus, dass die tatsaechlich zum WInteranfang die Beschneiungsanlagen in Gang setzen! Ueberall haengen Eiskristalle, mein Auto ist ein einziger Eisberg! Ich trinke erwaermten Eistee! Mitten in der Nacht. …
Beim Fruehstueck im Dorf muss ich feststellen, dass mein Auto natuerlich das einzig vereiste ist, tja schlecht geparkt!
Tagsueber werde ich jedoch belohnt mit einer schoenen alpinen Wanderung oberhalb der Baumgrenze und so kann ich euch ganz stolz gruessen vom hoechsten Punkt Australiens, dem Mt. Kosciuszko, 2228m!   
 

Bilder zu "Panne"

03.06.2010


bushcamping, stellt euch den Sternenhimmel vor! Coober Pedy oberirdisch, mitten in der Wueste

 Ohne Worte, ommentare zum Gesichtsausdruck unerwuenscht :-)

 Rote Erde, ich und der Uluru!

 Hach, der hat ja Loecher!

 

 


Panne

25.05.2010


 

Hach, endlich wieder ein Mond am Himmel, ich glaube es ist Halbmond. Letzte Woche noch sass ich auf den Rastplaetzen im Dunkeln (das ist vor allem beim nachtspinkeln im bush unangenehm). Schoen anzusehen ist dann allerdings der Sternenhimmel, ich hab mich aufs Autodach gelegt, unten hats Feuer gebrannt zwecks Waerme in der kalten Wuestennacht (6Grad) und ich hab versucht, die Sterne am HImmel meinem kleinen Sternenfuehrer zuzuordnen. Hm, Orion und Southern Cross, mehr wirds einfach nicht. Also, wie gesagt, heute ist es “hell” um mich rum. Doch das ist nicht das herausragende Ereignis heute, also mein Tagesablauf in Kurzform: Aufwachen frueh, trotzdem lange liegen bleiben (Schulterschmerzen vom gestrigen Opalsuchen, das heisst hier noodling, wenn man in den Abhalden der Minen wuehlt), abspuelen, Geld abheben, Einkaufen, Opale anschauen gehen (10000 Dollar warn mir dann aber zuviel), library aufsuchen um eure emails zu lesen ( an diesem Tag Sandra, Corvin, Nettes, Uwe, Deichsel und Dagmar, reiche Ausbeute also) und Nachrichten ueber den Euro und Bangkok zu verfolgen. Und dann ging die Fahrt weiter gen Sueden, noch Dreitausend Kilometer to go. Wunderschoene Landschaft, kurzer Spaziergang zu nem Salzsee (Lake Hart), ein German Paerchen wollte schwimmen gehen (?), Rast im Roadhouse, tanken und dann passierst, nicht etwa am Morgen, wenn der Tag noch vor einem liegt, nein, kurz vor Sonnenuntergang (genau 6 Uhr) machts peng, es faengt an zu stinken und – richtig, Reifen geplatzt. So, another dream became true, mein erster Reifenwechsel, und ich habs gut gemacht, fand ich! Vielleicht hat deshalb keiner angehalten, weil ich so ne gute Figur gemacht hab bei meiner Aktion!!! So, und selbst obwohl ich ziemlich schnell am Arbeiten war gings dann doch mit dem Fahren in die Nacht rein und davon raten alle ab. Klar, ob Rinder und Kaenguruhs bei Tag am Strassenrand auftauchen oder in der Nacht mit ner Zehntelsekunde Reaktionszeit, das macht schon nen Unterschied und dann mit dem Ersatzrad. Na, also gut, habs geschafft und sitze jetzt entspannt auf meinem Rastplatz im Halbmond. Nur Feuer hab ich dann halt heute nicht, dafuer brennen drei andere um mich rum. Hach, es ist einfach schoen oder auch schoen einfach hier draussen.
 

Das rote Herz Australiens

25.05.2010


 

So, jetzt sind alle meine Reisetraeume erfuellt und tatsaechlich macht sich Heimfahrtstimmung breit. Aber zunaechst von meinem Uluru Traum. Ins rote Herz Australiens wollte ich schon immer, die rote Erde sehen, die in jedem Reiseprospekt angepriesen ist und diesen mystischen Monolithen inmitten der Wueste . Man muss dazusagen, dass bestimmt die Haelfte aller Urlauber aus Uebersee an der Kueste bleibt, wo auch 80 Prozent der Australier leben. Fragt man nen Australier in Sydney, ob er schon mal am Ayers Rock war ist die Antwort garantiert: “ Noe, zu weit weg, oh, you are going outback, you’re doing it a different way?” Hm, tatsaechlich ist Ayers Rock Resort ewig weit weg von allem, guckt mal in der Karte, es sind vorneweg 2000 km bis zu einer der Kuesten, bis in die naechste “Stadt” sinds etwa 300 km. Viele fliegen ein und dementsprechend ist Ayers Rock Resort auch ausgeruestet, Hotels vom Feinsten, Kaffees, Boutiquen, alles schoen unter Segeldaechern im Schatten, einen Campingplatz gibts allerdings und wichtig! Ne Tankstelle und nicht mal soo teuer (1,47 unleaded im Vergleich zur Kueste 1,35 und zu einem der Roadhouses im Outback 1,96). Tja und dann gehts fuer 25 Dollar in den Nationalpark. Und tatsaechlich, wenn der Sandstein so leuchtet im Abendlicht dann ist doch eine sehr unwirkliche Stimmung. Es sieht so aus als ob dieser Berg dahingesetzt wurde. Und somit ist man in der Aboriginekultur, denn in ihren Dreamings (hauptsaechlich 4) wird erzaehlt, wie die Regenbogenschlange dieses Land gestaltet hat. Man kann den Uluru dann umwandern und wird so aufmerksam auf einige Felsformationen, die auch wieder in den Dreamings zu finden sind. Nicht selten wird dann drum gebeten, nicht zu fotografieren, weil es sich um einen spirituellen Ort handelt. Eine Besteigung ist ebenfalls nicht erwuenscht, das sei den jungen Maennern fuer einen bestimmten Ritus vorbehalten, viele tun es trotzdem. Die ganze” AyersRockResort Gemeinschaft” versammelt sich dann abends kurz vor sechs auf dem sogenannten sunsetviewParkplatz und jeder knipst und knipst, zum Schluss aendert sich fast minuetlich das Farbenspiel des UluruRock. Am naechsten Tag sind garantiert alle die man vorher am basewalk und auf dem Parkplatz getroffen hat (“Hi, how are you doing?”… “Oh, yes, have a good trip.”) wieder versammelt auf dem Olgas (KataTjuta) Parkplatz. Und wieder gibts einen walk, diesmal etwas anspruchsvoller ins valley of the winds. (Der Nationalparkpass gilt fuer drei Tage.) Uebrigens, nicht etwa Schlangen, lizards o.ae. machen einem die groessten Sorgen beim Wandern, die weitaus groesste Plage sind einfache Fliegen, die sich einfach auf dich setzten und sich mitschleppen lassen, ueberall hocken die, im Gesicht, in den Augen, wenn du den Mund aufmachst auch im Hals (vielleicht sind Outbacker deshalb so schweigsam? Obwohl, dann muessten es die Hinterpaelzer ja auch mit Fliegen zu tun haben;-)).  Na ja, auf alle Faelle hab ichs genossen, es hat sich ein aehnliches Gefuehl wie in Sydney eingestellt: Es gibt am anderen Ende der Welt ein Opernhaus oder einen Uluru oder rote Erde, und ICH steh davor!
So, jetzt gehts heim, ich brauch neue Reisetraeume. Im Moment liegen mir die Alpen und insbesondere die Schweiz im Sinn. Ach und in der Zeitung hier stehen staendig Angebote nach Europa, 14 Tage Amsterdam, London, Stockholm, Budapest, Ruedesheim (J, echt jetzt!). The river rhein ist einer der wenigen Fluesse, die jeder hier kennt, denn der steht im Geographiebuch.
Tipps: Zwischen Alice Springs und Ayers Rock gibt es diverse Roadhouses, die alle, bis auf einen (5Dollar) kostenfreie Campsites haben. Ausserdem sind Rastplaetze (einfach, ohne Toilette und ohne Wasser, dafuer Feuer erlaubt und freier Sternenhimmel) vorhanden. Der letzte vor Ayers Rock ist kurz nachdem man den Uluru das erste Mal von der Strasse aus sehen kann (unbedingt fotografieren, sind die Olgas und Uluru zu sehen).

12.05.2010


Hier ein paar BIlder um den letzten Artikel zu verdeutlichen.

 bush camping in der reward fossicking area, kangoroos are already goneach, anstrengend! aber es lohnt sich ja, vielleicht?

Das ist ein Zweiwochenpensum fuer einen 2. KlasseSchueler, dahinter Studio fuer eine onlinelesson. Schule ist von 8am bis 2pm, es sei denn die Schafscherer kommen!

Ich warte gespannt auf Mick Crocodile Dundee!

 

 


???

05.05.2010


 

Well, I really don’t know how to entitle my latest adventure. May be “Another dream became true” oder again (see Canada) “ trip of a lifetime”? I had such a good time, I can’t describe how important these 4 days have been to me. Aber von vorne: After my 1770 adventure at the Great Barrier Reef I went north, Gladstone, Rockhampton. I joined in the anzac day parade in Rockhampton, stayed at a good motel , cleaned my car, had a shower,… all the Annehmlichkeiten. Then I was ready to try the farming thing I already had in mind, when I left Germany. I walked in Myella Farmstay and booked in for one night (haha!) In the end it’s been three and I could have stayed for at least 20 more. Oh there is internet information www.myella.com where you can get an idea of what I did the whole day. Get up with the birds singing, laughing whatever in the morning (if you like to), breakfast on the open fire (ha, Anna, von wegen campingtoaster, einfach ne Sekunde auf nem Stueck Draht uebers Feuer halten, prima), go out on motorbike to get the horses in, feed the horses, saddle them, go out for a horseride through open fields, through high grass, see bottletrees, kangaroos, birds, bulls, … doll! Lunch, und dann aufs motorbike (jaja Holger, kannst deine Maschine schon richten fuer mich). Sunset, evening meal, homemade beer. Oh und zwischendurch Huener fuettern, Eier holen, Kuehe in den paddock treiben (aber ja nicht das Kalb zur “falschen” Mutter), Kaelbchen fuettern, Kuh melken!! Oh und Rinder branden , gardening, abspuelen, mit Pink Floyd spielen (siehe Bild), es gibt immer was zu tun, wenn man danach sucht. Doll, man ist so schoen dreckig nach getaner Arbeit. Ich weiss nicht, wie ich euch vermitteln soll, wie toll dieses Erlebnis war, guckts euch mal im Internet an, vielleicht bekommt ihr eine Idee. Even if a farmstay is sort of a tourisy thing, it felt real! Hach, and did I mention the red earth?
   
Mittlerweile musste die Reise weitergehen. I did’nt have to wait long to get into the next adventure. Sapphire, Rubyvale , Lizenz gekauft fuer fossicking. 2 Tage Camping im bush, so nach meinem Geschmack mit Lagerfeuer und so. Hab einige gute Saphire gefunden, spannende Sache, man wi. Man wird schnell in Bann gezogen und koennte immer weiter suchen…
Jetzt bin ich auf dem Weg nach Mt. Isa und dann Tennant Creek und Alice Springs, aber dahin ists noch ein weiter Weg und die Tage vergehen schnell, um 6 ists wieder dunkel. Hunderte tote Kaenguruhs am Strassenrand raten dringend ab vom Nachfahren. Man hat ja auch nix davon. Teaching in Australien ist uebrigens eine echte Option, Lehrer sind hier sehr gesucht. Heute hab ich die Longreach School of Distant Education besucht, sehr spannend, mit Air lessons via Satellite phone, Computer  und so, ja und sogar ein whiteboard war vorhanden, eine Couchecke, eine library mit allem drum und dran, Bilder an den Waenden, vom feinsten.  
 

"Zwischenlandung" in Brazil (Januar, Februar)

24.04.2010


leider im Moment ohne Bilder

YOU KNOW HOW TO LIVE ABENTEUER BRAZIL
Teil 1 Ankunft
So, dieses Motto hat sich also waehrend des Aufenthalts in Brasilien (15. Januar bis 15. Februar) selbst gegeben. Doch an diese Lebenseinstellung muss ich mich erst gewoehnen, obwohl, wir Pfaelzer liegen da schon nicht schlecht-J Es stellt sich gleich innerhalb der ersten Minuten heraus, dass das Ich denke fuer heute und nicht fuer morgen sehr angebracht ist. Denn ich erlebe gleich mehrere Panikattacken hintereinander, die es zu meistern gilt. Ich verstehe kein Wort und spreche auch kein Wort, zumindest keines das von irgendwem hier verstanden werden wuerde, zweitens, ich habe kein Geld und meine Karte funktioniert wider Erwarten nicht, den Automaten verstehe ich auch nicht wirklich, kann schon sein, dass jetzt irgendwer, Tausend Euro ueberwiesen bekommen hat. Drittens, ich habe sooo viel Gepaeck zu tragen. So das sind drei Probleme. Auf einmal, aber, ich bin allein unterwegs, also muss meine Reaktion entsprechend konstruktiv sein. Alla hopp wie der Pfalzer sagt. Es ist ausserdem viel zu heiss, sich aufzuregen. Irgendwie lande ich also nach nem Kaffee und nem pao di queijo (heute nach dem Aufenthalt hoert sich das alles sehr verstandlich an)gehts in irgendeinen Bus, der ofensichtlich an die zentrale Busstation fahrt, die rodoviaria tiete. Dort meistere ich es irgendwie den richtigen Bus zu finden nach Curitiba, zu diesem Zeitpunkt weiss ich immer noch nicht wo dies eigentlich liegt und dementsprechend bin ich ueberrascht, dass dies 6 stunden Fahrt bedeutet. Busfahren ist allerdings super angenehm, comfortable Sitze und lockeres Einsteige- und Organisationshandling, weiss nicht, ob es ne Gepaeckbeschraenkung gibt, meine 2 Koffer haben immer anstandslos nen Platz bekommen. Alle paar Stunden wird Pause gemacht, bei den superbillig Bussen (es gibt immer mehrere Moeglichkeiten auf einer Linie) gibts mehrere Stopps. Ich lande schliesslich an einem, der liebgewonnen Plaetze, am Busbahnhof in Curitiba. Da ist was los, man kann die Organisation bewundern, Menschen verschiedenen Schlages erleben, von Maennern mit Arbeitershirts und rauen Haenden, ueber schickimickitantchen mit 5 Koffern, ueber die Grossfamilie mit Kissen, Bettdecken, Proviant usw. bis zur verschissenen Armenoma, die am Bahnhof heimisch ist, zumindest war sie immer da, wenn ich da war, immerhin 8Tage. .. Nach einer Nacht auf dem Rucksack in der Wartehalle hatte ich irgendwie schon das Gefuehl, dazuzugehoeren und mich auszukennen, vieles geht anscheinend doch ohne Sprache.
 


 
Teil 2 Urlaubsleben
So, die ersten Abenteuer waren erlebt, ich hab mir Freude zur Kenntnis genommen, dass hier mittags zum Essen schon cerveza getrunken wird (in grossen Flaschen im Isolierbehaelter, man lernt schnell, warum auf diese Art, und aus dem Glas getrunken), das Nationalgericht arroz und fejaos waren probiert, Transport gemeistert, was konnte jetzt noch passieren? Ja genau, Naturerfahrung. Die alltaeglichen Dinge wurden jetzt zwar leichter, nachdem ich auf Roland und Dietmar getroffen war und im “Nobelhotel” gewohnt hab, aber was faengt man jetzt an? Abgesehen von den diversen Barerfahrungen, den empadas, coffezinhos, cervezaSorten uw. Wollte ich ja nochwas sehen. Also gings los, mutig in den Regenwald. Ich war super ueberrascht, das war alles noch viel lebendiger und gruener und dichter und unfassbarer als ich das aus Geografiebuechern kannte. Ein Ranger zeigt mir auch gleich, was nur das geschulte Auge wahrnimmt, irgendein Viech an nem Blatt haengen, perfekt getarnt, haette ich nie erkannt. Aber es war klargestellt, hier werde ich nichts ueberblicken koennen. Trotzdem gehts los auf nem schmalen Pfad am Fluss entlang zum Erkunden mehrerer Wasserfaelle, und da passierts tatsaechlich auch, was passieren musste: Einer meiner aeltesten Albtraeume wird wahr, ich mache nen Schritt vorwaerts und vor meinem Fuss wischt ein, zugegeben wunderschoenes glaenzendes, Reptil vorbei . Klasse! Ein Schrei, mehrere MotivationsAusrufe ala Managertraining und Getrippel mit den Fuessen setzen wie automatisch ein. Und das mitten drin im Wald, ueberall kriechts jetzt natuerlich um mich rum, in der Luft, auf de Boden, auf den Baeumen. Weiter gings natuerlich nicht, aber immerhin, ich bin wieder zuruckgekommen und wie zum Beweis dafuer, dass mir dieses Erlebnis ja gar nix ausgemacht hat ;-) stecke ich unten in den Bach noch meine Fuesse. Ha, dem Regenwald hab ichs gezeigt! J Na,ja irgendwie war klar, dass ich Erlebnisse vom Beton aus brauchte, ds wird nix mehr mit mir und den Schlangen. Entschaedigt wurde ich in Iguazu, an den Wasserfaellen. Schoene Betonwege. Und sowohl zum Nationalpark auf brasilianischer Seite als zur argentinischen fehlen mir jegliche Worte, am ehesten past vielleicht atemberaubend, overwhelming. Diese Wassermassen aus dem schier unendlichen Gruen herausstuerzend verschlagen sogar dem Kajaker die Sprache. Guckt euch Bilder an, dann bekommt ihr einen Einblick. In Argentinien kommt man naeher an den Teufelsschlund (Mehrere Faelle im Hufeisen) heran, man steht direkt ueber dem Abgrund, Brasilien ermoeglicht die Sicht von der Ferne auf die Faelle. Beides absolut lohnenswert. Also, meine “Beschaeftigungen”: Iguazu, Curitiba Stadt, Niemeyermuseum, Jaragua. Ja, und dann gings ja schon an den Strand, nach Praia do Ervino, in Dietmars Strand”huette”. Haengemattennaechte, Barabende, Strandspaziergaenge, Pommerode (deutscher als deutsch). Caipirinha wird mit Steinhaeger getrunken, Erdstrassen, das biblische Horn,…


 
3 Verstaendigung
So,  fuer die zukuenftigen Brasilienbesucher (die Goscher) einige meiner verwendeten Begriffe in Brasilianisch-Portugiesisch (begonnen mit dem Wichtigsten, aber wer das nicht kennt sollte zuHause bleibenJ):
Cerveza-Bier      sim-ja    nao-nein              obrigado(a)-danke          bolo-Kuchen      cafezinho-schwarzer, suesser, kleiner Kaffee pingado bzw. café com/sem(sprich seng) “laeich” – Kaffee mit/ohne Milch           o estacao – Bahnhof     o hotel – Hotel     o aeroporto – Flughafen               pequeno – klein               duplo/grande (sprich grandschi) – gross                pao – Brot                mussarela – Mozzarella                 cebilinho – Zwiebel         abacaxi – Ananans           porcao – Portion              um carro – Auto      Ich moechte- Queria      Ein Ticket nach… - um bilhete para…        tem (sprich teng) um (sprich ung)quarto (sprich quartu) livre? – Haben Sie ein freies Zimmer?     Entschuldigung – desculpe          saida – Ausgang                wann – quando                 Onde tem (sprich ondschi teng) o onibus? – Wo gibt es Bus? (super Deutsch, gell?) a partida – Abfahrt Wie lange? – quanto tempo               Wie gehts?, Hallo – Como esta?, Tudo beng?, ola              fa la anglais? – Sprichst du Englisch?        Fuer den Papierkram im Flieger wichtig: bens – Waren             valores – Waehrung       pais – Land          cidada – Stadt    embarque – Abfahrt/-flug     escala – Stopover            chegada – Ankunft          endeveco no – Adresse in           nascimento – Geburtstag                 Oh, und vielleicht das zweitwichtigste: o (sprich u) quarto (sprich quartu) di banho (sprich banjo) – Toilette
Also  Testdurchlauf: Sprecht jemanden freundlich an, fragt ihn nach einem Ticket nach Curitiba und wann der Bus abfaehrt, wie lange er braucht nach Curitiba und ausserdem muesst ihr aufs Klo. Ach, Auf Wiedersehen, waer nicht schlecht. Und, wer kommt in Curitiba an?
PS: Macht es nicht wie ich: Bei meiner Ankunft in Sao Paulo habe ich vor lauter Angst verschiedene Geldverstecke angelegt: Eine Kreditkarte im Rucksack, eine in der Handtasche, etwas Bargeld in der Tasche, etwas in den Schuhen im Rucksack (Schuhe gingen nicht, da Sandalen, wird aber im Allgemeinen empfohlen) und, tja, Sabine special, in den Unterhosen, zweimal ein Geldbuendel. Eigentlich gute Idee, gell? Aber was passiert, wenn man im schaukelnden, wackelnden, dunklen Ueberlandbus die Minitoilette mit versifftem Boden aufsucht? … Gaaanz genau, dabei hatte ich noch Glueck, dass mein Bares nicht in den Abfluss gerutscht ist. Also , ihr wisst Bescheid…
Aeh, ach ja, der Muelleimer im Klo ist da fuers Papier, keine Experimente mit der Klospuelung, ok?

 


An der Ostkueste

24.04.2010 Permalink


 

Der Wassersegen geht weiter, (selbst die Farmer haben die Nase voll, "1,5 Meter Regen seit Christmas", die Boeden werden sauer) 
Aber endlich nach mehreren Tagen Wartezeit und morgendlichen AbsageSms ging meine gebuchte GreatBarrierReef Tour los bei Sonnenschein und ohne Regen. Nass wurde es allerdings. Ich war natuerlich froh um die empfohlenen Seasickness Tabletten und so konnte ich ausnahmsweise mal anderen beim sich uebergeben zuschauen. Mir gings sehr gut, ein Gefuehl wie auf der Achterbahn bei diesem Seegang und dreiMeterWellen. Aber unser Katamaran (die Spirit of 1770)hats geschafft. Gestartet in 1770 (so heisst der kleine Hafenort, nach der Entdeckung durch JamesCook benannt) gings also aus der Bucht hinaus auf die rough sea. Doch, oh Wunder, nach eineinhalb Stunden ploetzlich mitten im Ozean ein Eiland in Sicht, Lady Musgrove Island, kreisrunde Lagune, in der MItte die Insel, draussen die Brecher. Das schwimmende Ponton wird zur Tagestaette, dort werden wir versorgt mit allem Equipment, mit Kaffee und Tee, mit Lunch usw., alles da. Programmpunkte sind je nach Gusto fuer jeden ein Ausflug auf die Insel (Pitonia Trees und Korallenstraende), coral viewing mittels einer Fahrt mit dem glassbottom boat, mit dem semisubmerge (grosse Glasfenster unter Wasser) oder aber schwimmend mit Schnorchel und Maske. Direkt von einer kleinen Plattform aus gehts komfortabel ins Wasser und schon ist man zwischen Fischen, die zu unserem Schrecken oder zur Belustigung der Umstehenden immer mal wieder gefuettert werden und dann an der Wasseroberflaeche inmitten der Schnorchler nach dem Leckerbissen schnappen (oder nach meinem Zeh, wer weiss das schon?).
Na, welcher Fisch schwimmt denn da?
Man kann dann gemuetlich eins der Riffe umrunden, sieht buntschillernde Fische und Korallen, auch Schildkroeten sollen da sein (hab ich leider nicht angetroffen). Kurze Erholung, und dann wieder ins Wasser, man koennte den ganzen Tag … Absolut superbes Erlebnis fuer 160 Dollar. Wer kann schon das GreatBarrier Reef erschnorcheln? Hach ja, ich ... haette im Traum nicht gedacht, dass ich das tue!
PS: 1770 (Hafen) und Agnes Water (Ort)
stehen nicht im Lonely Planet (juchhuu), stellen aber den letzten Surfstrand dar vor dem grossen Reef und sind Ausgangsbasis fuer die Schnorchel-, Tauch- und Angeltouren. Sehr zu empfehlen (zwischen den Staedten Bundaberg (Rumherstellung) und Gladstone, etwas groesser, zwischen Brisbane und Rockhampton. 
Ich bin angereist via Mooloolaba (siehe Eintrag), Noosa, RainbowBeach(ein Ausgangspunkt fuer Fraser Island), HerveyBay (noch ein Ausgangspunkt), Maryborough
 sandblow in rainbow beach
Und, wer ist in Maryborough schriftstellerisch ins Leben berufen worden? Ja, richtig, das ist Mary Poppins.
 
Uebrigens: Auch in Australien laesst es sich prima "deutsch" leben, war heute beim Aldi und hab Bockwurst gekauft, dunkles Hausbrot und natuerlich PalazzoKekse mit europaeischen sights als Praegung, sogar das Hambach Castle ist drauf! Da kann man ja nur Heimweh kriegen. Trockener Kommentar von Moritz: "Da bekommt Aldi Sued doch ne ganz andere Bedeutung" :-) 
 
 

Fun and Sun

17.04.2010 Permalink


 

Oh und dann ist noch was passiert: Sabinchen hat sich getraut und war surfen. Erst hab ich beim Tippen im Starbucks (Morgenkaffee) ne alte lady kennengelernt, die ich dann (was auch immer mich geritten hat) zum Kuchen eingeladen hab (hat sie trotz diabetes gierig verschlungen). Nette Unterhaltung mit big hug zum Ende. Dann hats mich gepackt und ich hab endlich ein Board gemietet, standuppaddling heisst das, also ein langes surfbrett mit langem Paddel, stehend gepaddelt, was nur von aussen einfach aussieht, erfordert doch trainierten Gleichgewichtssinn. Sehr spannend. Natuerlich bin ich nicht im Hafen geblieben, es hat mich ferner magisch in den ocean in die Wellen getrieben, hach, und dann coole Surfwellen (drei ohne Abgang, zwei mit Megaabgang und gebrochenem Zeh, nix Neues also) (“Ich bin ja sooo begabt, Jule!”).
So ein Mordsfun, ich bin ganz fertig von Mooloolaba. Jetzt gerade bin ich im mondaenen Noosa gelandet und zehre von dem schoenen Strandtag. PS: WC, Umkleiden und Dusche gibts hier an jedem Strand, nur mit dem Overnightstay haben die Aussies Probleme, zumindest in den Staedten, also Campground fuer 30 Dollar (Warum sind haessliche Campingplaetze in den Staedten teurer als die schoenen auf dem Land, kann mir das jemand erklaeren?)
Wer auch immer ein Auto haben moechte, bis August ist mein Ford angemeldet, also…Vielleicht liegt dann auch ein Surfbrett drin, wer weiss,…
Zwei Tage Regen am Stueck, wie nervig! Aber australienweit betrachtet schoen. Schon im Outback haben alles davon geredet, dass es “unusual green” sei fuer die Zeit im Jahr. Tatsaechlich steht hier das Gras n Meter hoch, im Sueden gabs Blumen und Straeucher, wo normalerweise nur Rote Erde rausguckt. Ein kompliziertes System ist da am Arbeiten. Das im tropischen Queensland und Northern Territory abgeregnete Wasser kommt jetzt gerade in der Wueste an und ueberschwemmt dort weite Gebiete. Heute sind wunderschoene Bilder in der Zeitung, wie sich Seen bilden zwischen den Sandduenen. Die ausgetrockneten Bachbette sind natuerlich nicht in der Lage, diese Wassermengen aufzunehmen, flooding ist die Folge, ganze Landstriche und mit ihnen Siedlungen sind abgeschnitten. Aber die Aussies nehmens mal wieder mit Humor: Wir sind eh so isoliert, das macht keinen Unterschied, so soll ein Birdsviller gesagt haben. (Birdsville ist eine kleine Ansiedlung mit ehemaligem Viehtriebweg, der jetzt von 4WD Touristen befahren wird, Birdsville track und Strzeliczki treck stehen in der Karte). Man hofft nun, dass sich Lake Eyre (suedlich Alice Springs) annaehernd fuellt, dann gaebe es im Fruehjahr ein Fest an aufkeimenden Wuestenblumen und die Voegel wuerden beginnen zu brueten. Hm, ob ich Lake Eyre wohl doch nicht als tockenen Salzsee (wie im Prospekt) zu sehen bekomme? Bin noch auf der Suche nach Satellitenaufnahmen, das sieht so schoen aus, wie das Wasser (komischerweise blau) in der Wueste (rot) eintrifft.  

Wieder an die Ostkueste

17.04.2010 Permalink


 

Oh, mittlerweile ist viel passiert. Zuerst “Notfall- Handy” gekauft (Telstra Next G heisst das Netz, das auch im Outback noch Empfang garantiert, bis auf einige speziell abgelegene Gebiete, in denen es ohne Satellitentelefon bzw. Radiosender nicht geht). Bin dann noch nach White Cliffs gefahren (einspurig), das gross angekuendigt wird (das Minikaff mit Pub), auf riesigen Plakaten wird geworben fuer das underground motel, das in alten opalminen Zimmer bereithaelt. Dort hab ich natuerlich nicht genaechtigt, aber die Opalfelder hab ich mir angeschaut und Brian (3mbreit mind. , 2m hoch J)hat mir in seinem showroom einige Prachtstuecke gezeigt (die veraendern so schoen ihre Farbe im Sonnenlicht). Die Opale hier sind Edelopale, dicht gepackt und in geordneter Struktur gepackt. http://de.wikipedia.org/wiki/Opal Schade, dass ich keine fuenftausend Dollar dabei hatte. Na gut, ein Ring musste sein…
Dann hat sich “Besuch” angekuendigt, guckt mal auf dem Bild, mit welch nettem Zufall ich mich getroffen habe (Paddler sind auch ueberall)! Wir haben zusammen die Nanago Show angeguckt, show heisst hier wohl so viel wie Kerwe, nur dass es neben Fahrgeschaeften CountryMusik gibt und Rodeo und Springreiten und Schafscheren und Holzhackerbuam und und und, alles gleichzeitig und laessig, sehr sympathisch. Am Abend kamen dann noch die Monstertrucks (“give it a big clap with your hands, yeah, whats the keyword? Yes chaaaarge!” “Youre the fourth boy, who had the opportunity to ride on a monstertruck, how did you like it? It was very loud and very noisy.” Oton!) und natuerlich ein Feuerwerk zum Schluss. Dolles Event! Sonntags hatten wir dann nen kleinen Fotoflash, haben wahrscheinlich jeden Baum geknipst, den es in den Bunya Mountains zu sehen gibt. Sehr schoener daywalk mit riesigen hoop-pines , die von Feigenbaumen “stranguliert” werden. So ergeben sich diese bizarre Formationen.
Auch Kaenguruhs gabs natuerlich wieder, sehr suesse Tiere (von Weitem). Schoener Tag, allerdings hatte ich abends noch action. Musste mir vom emergencyTeam im Kingaroy -hospital ne Zecke entfernen lassen (kam einfach nicht dran an die Stelle auf dem Ruecken), spannend (You’re a resident? No. You’re Australian? No. You have an insurancecard? No. Oh, fine!, tja, und dann war ich entlassen). Wehmutstropfen des MoritzBesuchs: Musste wieder 1000 km Richtung Kueste fahren. Jetzt bin ich in Mooloolaba (Ausspracheuebung, geht nur nach ner halben Flasche Rotwein) an der SunshineCoast und werde wohl doch noch zum BarrierReef fahren. Es ist eigentlich jetzt schon klar, dass ich Westaustralien nicht schaffen werde es gibt aber auch so viel zu sehen! Look at these funny fellows: :-)
 

Ins Outback

05.04.2010 Permalink


 

Durch die Blue Mountains ins Outback          
Die Tiere “neigen zum Gigantismus”, schreibt der ADAC. So langsam verstehe ich, was damit gemeint ist, die Fliegen oder Grashuepfer oder was auch immer das war auf meiner Frontscheibe, haben mir glatt die Sicht versperrt!. Die Landschaft aendert sich staendig, entgegen der Aussage einiger Reisefuehrer, die davon sprechen, dass nur der erste Kilometer interessant waere, man solle an die Kueste fahren, sagen auch viele der Touristen, die ich getroffen habe. Wie gut, dass ich mich an keinen der Ratschlaege gehalten habe. Hier ist es , tja, Worte fehlen wie immer,
einfach schoen halt.
Genau wie ich mir das dachte, nur zumindest hier noch ein bischen gruener. Unusual green wird mir gesagt. Aber das wird sich bald aendern. Es wird auch Kilometer um Kilometer einsamer. Waehrend sich in den Blue Mountains noch Stadt an Stadt reiht (von Sydney Grossraum will ich hier gar nicht sprechen), muss man hinter Dubbo schon 70 km fahren zur naechsten Ansiedlung und sich einen Benzinplan machen.
Nach einer drei Tage dauernden “GeologieExkursion” in den Blue Mountains: Three Sisters, Wentworth Falls, alles SandsteinFormation, von Wasser durchsetzt, Klippenbildung, da Claystoneablagerung zwischendrin, …  bin ich also tatsaechlich im sogenannten Outback gelandet, so sagt das Ortsschild und, freundlich wie die Australien sind, sagt es auch gleich “Welcome”. So fuehlt man sich dann auch gleich: Der Campingplatz in Nyngan ist eins A, direkt am Fluss, saubere Anlagen, Toaster, alles da fuer zehn Dollar. Hab ein schoenes Osterfruehstueck mit Ostereiern. Dann schoen wieder weiter. Aendere Plan und fahre auf eine Empfehlung hin nach Broken Hill. Hach, schade, dass keiner von euch da ist, dem ich alle Naselang sagen kann:” Oh, halt, ist das schoen, Foto machen, stop!” So muessen sich alle moeglichen Leute anhoeren, wie beautiful ich ihre Landschaft finde, auch der biertrinkende, wortkarge Typ in meinem ersten Roadhouse. Der erste Kaffee, der nicht aus Espresso gemacht ist und sich Cappuccino oder Flat White schimpft.  Lauter tote Kaenguruhs am Strassenrand, ca. ne Million Insekten und ein toter Vogel auf meinem Kuehlergrill . Ansonsten lebendige Ziegen, Emus, Schafe und natuerlich Rinder. Klar. Es hat uebrigens einige Jahrzehnte gedauert bis nach der Besiedlung Sydneys ein Weg ueber die Blue Mountains gefunden war. Die ersten mutagen Siedler zogen los und wurden belohnt mit riesigen ihnen zugesproche Weideflaechen. Die groesste Cattlefarm Australiens (aeh, der Welt, gar nicht weit von hier im Sueden)umfasst das Gebiet Belgiens. Hier in BrokenHill campe ich auf meinem ersten powered campsite meines Lebens fuer saubere 23 Dollar, grrr. Dafuer wird gleich mein 20 Liter Wasserkanister gefuellt, aetsch! Die Australier ham se net mer alle: Fruchtfliegenfreie Zone hier, musste alles Obst (natuerlich gerade erst gekauft) wegschmeissen, ha die Tomaten hab ich aber behalten, da war die fine nur 200 Dollar im Vergleich zu 11000! Morgen will ich Telefon kaufen und dann gehts richtig ans Eingemachte auf die Erdstrassen. 
Es ist sehr schoen hier, hatte ich das schon geschrieben?
 

29.03.2010


 

Der Aufenthalt in Sydney macht klar: Ich muss auch mal laenger an einem Ort bleiben. Die NeuseelandErfahrung zeigt: Ich will aus dem touriloop (so hat das einer im pub genannt)rauskommen. Somit war klar, ein flexible Transport muss her und eine Unterkunft, in de rich dauerhaft auspacken kann. Tja, und hier …
Hab ich beides. Mein neues transportable Heim heisst Ford Falcon, Taufe steht noch aus, ich denke an “Schuessel”, “Schlitten” o.ae. Der Autokauf war ne spannende Sache, letzten Endes ham sie mich wahrscheinlich doch uebers Ohr gehauen, aber was solls, Rueckkaufgarantie und Wartung und paperwork inclusive, damit musste ich zuschlagen. Und gleich die neue Erfahrung machen, driving in Sydney ist horrible (deshalb die vielen guenstigen trains?) und dann mit dem langen Geschoss und tollroads, die man im Vorhinein zahlen muss,… furchtbar. Aber gut. Mittags konnte ich einen “guenstigen Einkauf” machen: Ich war schrotteln! Stuhl, Matratze, Schrank, Turnschuhe, Haarklammer, Autobodenschonerset, Vorhaenge, Kisten,… , super Gelegenheit und jetzt sitze ich im Frisch eingerichtetem Heim keine 10 km noerdlich von Sydney CBD im Naturpark und hab meine ersten Kookabooras und Possums gesehen (die wollten meinen Toast, tz).

Sydney

29.03.2010 Permalink


 

Ist einfach super. Nachdem ich das beim stopover schon so empfunden hab, gehts grad so weiter. Es gibt sooo viel zu sehen hier. Mit nem travelpass 7Tage fuer 50 Dollar laesst sichs auch gut rumkommen. Ich hab mich hier erst mal eingebucht in einem hostel und teile meine Zeit auf in Organisation der naechsten Wochen und Sightseeing.   Aeh und Pubgehen, Zeitung lesen und im Park liegen und Schon vom Flieger aus muss man sich verlieben. Cook soll bei seiner Landung gesagt haben: …”Der beste Naturhafen der Welt”
Ich wuerde folgenden SydneyTag empfehlen: Mit dem Zug (superguenstige Tickets) in die City zum Circular Quay. Je nachdem, wie rum man diese CitySchleife faehrt erblickt man zuerst die HarbourBridge und dann Hafen und Opernhaus oder umgekehrt. Dann den Hafen entlang am Contemporary Arts Museum vorbei zum aeltesten Haus Sydneys. Ueber das alte SeemannsViertel The Rocks gehts dann hinauf zur Harbour Bridge, die man zu Fuss in 30 Minuten ueberquert nach Killibilli (hihi, versucht das mal englisch auszusprechen…). Dort gibts das beste fish and chips meal (auch gegrillt!), das sollte man unbedingt im Park essen mit Ausblick auf Sydney City. Man kann dann zum Olympischen Swimmingpool laufen, oder drin schwimmen (auch das mit Ausblick), und mit der Faehre vom MilsonsPoint aus zurueck zum Circular Quay fahren. Dann ist natuerlich das Opernhaus dran und wenn man durch die Royal Botanic Gardens spaziert (sehr sehenswert, das was in den BAeumen wie Fruechte aussieht sind flying foxes) und sich dann links haelt zum Ms Macquaries Chair hat man tolle Ausblicke, diesmal Opernhaus vor Bridge. In der City war man dann natuerlich noch nicht, aber das ist auch kein Problem mit den vielen trainstations ueberall. Man wird eh immer weiter getrieben und ist erstaunt, dass es immer wieder was Neues zu sehen gibt: Alte Gebauede (alt meint hier 100 Jahre, zwischen modernen, Australian Museum, Hyde Park, DarlingHarbour, …
 

Impressionen

22.03.2010


Well, zum Abschluss ein paar Bilder von der Suedinsel. So ein neuer Fotoapparat ist schon toll.Schoene kleine Orte an der Kueste, Franz/Josef/Gletscher und Foxgletscher, schon wieder Ueberquerung, diesmal der Southern Alps ueber den Mc Arthurs Pass.  Weiss mittlerweile, warum da einer nicht widerstehen konnte beim Thema Zelt. Das Ding kostet hier genau das Doppelte, naemlich 998 Dollar!

Traumstraende  Accomodation Flusswandern mal anders..

..nur zum Haarewaschen  pancake rocks

 


Abel Tasman Park

11.03.2010


 

Hach, endlich!
Ich bin getrampt (Picton nach Nelson) und: Ich hab gebucht. Um 6.45 faehrt mein Bus los in Richtung Abel Tasman Park. Als ich dann dort in Kaiteriteri ins AquaTaxi steige und wir mit Speed an Bilderbuchstraenden vorbei sausen, hin und wieder auch mal an einem dieser goldenen Straende anhalten und dann auch noch Seehunde und Pinguine um uns rum schwimmen, waehne ich mich doch im Paradies. So ein Glueck hab ich, dass ich hier sein darf, denk ich noch. Schon gehts auch los, ich werde am Strand Totaranui ausgeladen zum 2daywalk. Rucksack auf und, nein, erst noch lade ich das Zelt ab, heute gehts schliesslich auf 17 km Rundtour, aus Trainingsgruenden mit Gepaeck zwar, aber alles muss schliesslich nicht mit. Die Dame vom office warrnt mich, deshalb packe ich sicherheitshalber den Schlafsack wieder ein. Und jetzt gehts los, hach, tolle Straende, tolles Wetter, tolles Meer, tolle Ausblicke, wunderschoener treck! So hab ich mirs vorgestellt!
Nach super Tempo tagsueber laufe ich in Schlangenlinien auf dem Zeltplatz ein, erst abladen, dann Wasser, dann Schuhe aus, dann Zelt, so mein Plan – denkste. Zelt? Schlafmatte? Alles weg! Tatsaechlich, keine Chance, irgendjemand auf der Welt ist jetzt Besitzer eines MSR HubbaHubba (ihr erinnert euch an das gelbe Zelt auf dem AlaskaMarineHIghwzy?)und einer ThermaRest Matte (4seasons, Dagmar). So eine… na wenigstens fluche ich jett schon auf Englisch, geb ich hier nicht wieder. Also gut, weg halt, das hiess dann intensivst Lagerbau, denn frieren wollte ich ja nicht. So, das weitere Geschehen in Kuerze, ihr sehts ja an den Bildern, dass die Landschaft unbeschreiblich ist:
split apple rock
Wieder 17 km zum naechsten Camp(fuer die Nacht leiht mir der nette Ranger ein Zelt!), wo ich am dritten Tag meine Kajaktruppe treffe. Es geht dann mit Doppelkajaks! und Guide an unheimlich schoenen Buchten vorbei, glasklares Wasser ueberall, stingrays angucken und drueber hinwegpaddeln, Pinguine… Ankunft in Kaiteriteri, Bus nach Nelson wo ich mein kleines Zimmer wieder gebucht hatte. Kostenpunkt 300 Dollar drei Tage, juchhuu, bleibe im Budget. 
Aquataxi und Kajaks in BarkBay 
Anmerkungen:  Rechne nicht mit netten, nichtklauenden Leuten.
Versuche nicht, fuer einen Solotrip ein Solokajak zu mieten, aus Safetygruenden nicht moeglich.
Denk, dran, dass dein Konto einen Bargeldverfuegungsrahmen hat.
Behalte gute Laune, auch wenn gerade deine Wohnung weggekommen ist. :-(
Sandflies sind nicht auszuhalten! (Was heisst jucken auf englisch?)
 

Ich war in Mordor.

07.03.2010


 

Hallo Google Earth! Seht ihr mich, winkt mal?

I did it!Die “Alpen” sind ueberquert. Na ja, ist wohl mal wieder so ein Werbegag in Neuseeland. Eigentlich wird der Tongariro ueberquert. Der Tongariro Crossing ist der beste 1day walk Neuseelands so stehts im Prospekt. Und dementsprechend ist er auch frequentiert. Mehrere Busunternehmen konkurrieren um den Transport in den Nationalpark, zwischen halb sechs und halb acht fahren dann gefuehlte tausend Touristen zum Car Park am Einstieg. Dort erwartet uns ein eingefasster und mit gravel aufgefuellter Weg und Holztreppen den Vulkan hinauf. Fuer den letzten Klostopp vorm Aufstieg gibts ein extra installiertes Haeuschen mitten in der erstarrten Lava. Diese Treppen sind natuerlich sauanstrengend, aber zum Glueck gibts immer schoene Ausblicke und so kann man mit der Ausrede, diese zu geniessen bzw. Zu fotografieren immer wieder stehen bleiben und verschnaufen. Oben an den Kratern wirds dann ein wenig einsamer, die Massen verteilen sich. Die Fitten steigen auf den Mt. Ngoruhua, den wir wohl aus Herr der Ringe schon als Mt. Doom kennen, ich steige mit wenigen anderen auf den Mt. Tongariro (1,5 Stunden).  Ueberall sieht man noch mehr oder weniger alte Reste des letzten Vulkanausbruchs, es raucht und stinkt an vielen Ecken, eine wahnsinnig aussergewoehnliche Landschaft! last erupted in 1926! 
 Ich bleibe fast zu lange , schliesslich wartet der Bus zu ner verabredeten Zeit. Der Abstieg wird dann sehr hektisch, ich hab den Bus auf die Sekunde erwischt, die Fuesse!Schmerzen! Aber das war wirklich mal ein schoenes Erlebnis und einer der wenigen Tage, an denen ich in meinem Budget bleibe.
   Central Crater, Red Crater und "Mt. Doom" im Hintergrund
 Das mit dem Budget ist so eine Sache. Ich rechne euch das mal vor: 100 NZD minus 30 Dollar Bus, 35 Dollar Nationalparkbus und minus 195 Dollar fuer 1 Tag Seekajak fahren und Wandern. Dummerweise bin ich jetzt wohl schon ewig im Minus und hab noch nicht mal uebernachtet, Kaffee waer auch nicht schlecht zwischendurch. Und dann erzahelt di e Tante von der isite mir auch noch auf meine eher obligatorische Frage hin, ob ich hier mein Gepaeck kurz abstellen duerfe, das ginge nicht, der locker wuerde aber pro Stunde 2 Dollar kosten. Ja, das backpacker Land schlechthin halt, es gibt einfach zu viele Reisende hier. Das heisst, am besten man passt sich an und bucht eine der ActionBusse und macht eine “SchulklassenRundreise” mit, alles vororganisiert,ShuttleBusse ueberall in die vorgebuchten Unterkuenfte, alles in der Gruppe, alles nach timetable, alles Party. Genau das Richtige fuer mich!:-(  Es wird Zeit, dass ich hier wegkomme, wenn ich das in Australien nicht anders hinkriege, buche in um! Aber jetzt erst mal in den Abel Tasman Park, heute per Trampen (kostenguenstiger).
 

"Alte" Bekannte

02.03.2010


Hab ich nicht noch neulich ueber das "entgegengesetzte Ende der Welt" nachgedacht? Dass man da allerdings Neustadter wieder trifft,...Hat der Englisch-Leistungskurs doch entsprechende Weichen gestellt?Unser Treffen am Hot Water Beach. Im HIntergrund sieht man, wie die Leute sich mit spades ihre eigenen Hotpools schaufeln bzw. geschaufelt haben und am Relaxen sind. Ich hab an der fertigen "Badewanne" partizipiert und mir fast die Fuesse verbrannt, dsa sind mindestens 45 Grad hier an Wassertemperatur!

 


Der Tag beginnt

02.03.2010


 

Hier exklusiv fuer die Gaestebucheintrager und blogleser live aus Gisborne, EastCape, o, Neuseeland die “Begruessung des neuen Tages”. Dieses kleine Stueckchen Kap hat das Praedikat: The first to see the sun. Und waehrend ihr vielleicht gerade beim Mittagessen sitzt, die letzte Schulstunde “geniesst”, ob als Lehrer oder Schueler, die Hefeteigmaschine anschmeisstJ, kocht, …sitze ich hier am Strand und schaue zu, wie das Datum wechselt: Eigentlich bleiben die Sterne genauso stehen, das Meer rauscht genau so wie vor 12, der Vollmond (nimmt auf der Suedhalbkugel umgekehrt zu, d.h. von links nach rechts) leuchtet wie zuvor, nur mein Weinglas (aeh, Blechtasse) wird leerer. So aber jetzt muss ich ins Bett (meine Auto, oder vielleicht doch Strand?), wanna be the first to see the sun.!
PS: Kennt ihr die Geschichte von den blauen und roten Kerlen? “Der Tag geht!” , “ Nein, die Nacht beginnt!”, …
 So sieht das erste Sonnenlicht des 2.Maerz 2010 aus:

Tsunami

28.02.2010


           Koennen diese Aussichten truegen?

Das gibts ja nicht! Gestern eine schoene Fahrradtour gemacht auf dieser Coromandel-Halbinsel, es gibt hier wunderschoene Buchten, einige zum Anschauen, einige zum Schnorcheln und andere zum Baden. Die Beruehmteste ist die Bucht mit der s.g. CathedralCove. Hoere schon wieder jemanden sagen, wie damals am Grand Canyon, “Did you come the whole way down to see a hole in the ground?”. Da wollte ich auf alle Faelle auch mit dem Kajak hin und buche gleich die entsprechende Tour. Doch, oh Wunder, diese lieblichen Buchten scheinen sich verwandeln zu koennen. Beim Aufstehen um halb sieben! schon geht die Sirene, tatsaechlich Tsunami-warning! So was hab ich ja noch nicht erlebt. Die Tour, die ferry usw. sind gecancelled, stattdessen wird mir mein Fluchtweg erklaert: “Keep constantly ! going, up to the mountains”. Anscheinend hats in Chile ein Erdbeben gegeben  und die Neuseelaender triffts da als erste. Laut den Nachrichten und Blogeintraegen anderer Reisendergabs in Auckland und in anderen Teilen der Ostkueste des Landes ganze Tsunami-Picknicks, d.h. hunderte von Leuten sind gucken gegangen, bei einer angekuendigten Welle von 1m (fuer Auckland). Bei uns sollten es drei Meter sein. Kam aber in dieser Form nicht. Dafuer konnte man den ganzen Tag den quasi staendigen Tidenwechsel beobachten, Wasser rein mit Affenzahn, Wasser raus mit Stroemung. Eigentlich ein Paddelfest. Doch alles was commerziell ist, hatte selbstverstaendlich zu. War statt Paddeln uebrigens nach Suedpazifikraumureinwohner-Art bonecarving machen, ist ein fishhook entstanden, meaning: shows to be friendly, strong willed and determined to succeed until the end of life! Jetzt wisst ihrsJ


Neuseeland - Erste Eindruecke

28.02.2010


 

 

Hi that’s me, I`m back.
                                                         
Von meiner Anreise erzaehle ich spaeter. Momentan heist das Abenteuer New Zealand. Unheimlich viele backpacker hier, alles scheint sehr durchorganisiert zu sein, es gibt diverse Unternehmen, die Transport und Action versprechen. Transport ohne Action schwierig. Heute ist zum ersten Mal die Welt wieder in Ordnung, kein Wunder, ich hab meine vermissten Klamotten wieder gefunden (so ein Rucksack ist ein Wunderding), sogar ein Teil, das gar nicht mitsollte auf die Reise, und ausserdem zelte ich endlich und bleibe damit in meinem Budget von 100 Dollar pro Tag(= 50 Euro). Ich bin heut morgen mit der Faehre von Auckland aus in CoromandelTown (oestlich) gelandet. Die drei Tage vorher hab ich genutzt fuer ein Abenteuer der speziellen Art (und ganz ohne Reiseunternehmen): Man muss sich als Deutscher einfach nur ein Auto mieten. Allein das Einsteigen ist abenteuerlich, Gang einlegen in die “falsche” Richtung, anschnallen, aeh, von rechts, ja stimmt, na wenigstens Kupplung und Gaspedal sind da wo ich sie vermute. Gar nicht so einfach, die ueber lange Jahre  antrainierte “Automatik” im Kopf auszuschalten. Nach nur zwei Minuten halte ich schon erschoepft am Strassenrand, natuerlich war das dann auch noch gegen die Verkehrsregeln in Neuseeland, das teilt mir ein freundlicher Polizist gleich mit. Super Start in Auckland! Aber es geht dann richtig gut, Autofahren macht Spas hier auf den kleinen, kurvigen Strassen. Praktischerweise hat man ja gleich noch die Unterkunft dabei und so laesst sich ein Mietauto auch finanzieren.Mit dem Auto fahre ich nach Northland, zum “birthplace of nation”, dorthin, wo die ersten Europaer angelandet waren und der Waitangi-Vertrag ueber Landherrschaft zwischen Europaern und Maori geschlossen wurde. Passenderweise uebt gerade eine Schulklasse in so ner Art Drachenboot. Mit so aehnlich gebauten Booten muessen die Ureinwohner damals aus Polynesien (oder auch Chile, die Wissenschaft spekuliert) angekommen sein.
                                                              
Uebrigens: Neuseeland ist das von Mitteleuropa am weitesten entfernte Land. Es liegt anscheinend auf dem Globus Spanien genau gegenueber, probierts gleich mal aus. Dementsprechend auch Tag/Nacht-Zeit. Hier ist es jetzt gemuetlicher Abend, waehrend ihr gerade mal aufsteht, ich bin also den Dingen ausnahmsweise mal um einen Tag voraus:-). Man koennte Neuseeland mit Irland oder England verwechseln, waeren da nicht fremdlaendisch scheinedende Kauribaeume, cabbagetrees, Riesenfarne usw. Im Prinzip gibts keine bei uns bekannten Pflanzen hier, ein endemischer suptropischer Wald. Schliesslich konnte sich Neuseeland 85 Millionen Jahre lang losgeloest von Einfluessen anderer Kontinente entwickeln. Das ist fuer mich deshalb toll, weil sich keine terrestrischen Schlangen finden lassen, juchhuu!
                                                             
 Reisetipps: Mietwagen auf keinen Fall am Flughafen, ein paar Strassen weiter billigere Angebote (in i-site im Flughafen nachfragen)
Auckland lohnt sich nur, wenn man auch in der City wohnt (alle backpacker in downtown sind teuer im Vergleich und laut, bin um 5 eingeschlafen)
Tentsite im Allgemeinen fuer 18 Dollar mit allen Annehmlichkeiten

 

 


Bowron Lakes 3

31.12.2009


Also, die Tour wurde natürlich trotz Plastikkajak zum Hit. Auch in diesem Fall sorgt die auslaufende Saison für Ruhe und Wildnisgefühl. Es ist eben etwas anderes, nur ein Duo am Tag zu treffen und sich mit jenem einen Übernachtungsplatz zu teilen als mit 50 anderen nebeneinander her zu paddeln und abends auf den letzten Zeltplatz zu hoffen. Ich jedenfalls hatte einen Platz ganz für mich allein (abgesehen von der ansässigen "Bevölkerung" natürlich): Badestrand und sternenklarer Nachthimmel inklusive. Allerdings hat es eine ganze Menge Überwindung gekostet, einzuschlafen, das nähere Bestimmen der Geräuschkulisse (Eichhörnchen, fallendes Blatt, trinkende Bären,...) ging voraus.

Sandy Lake

 

Zwischen Unna- und SandyLake

 

Hier mal eine Übersicht über die Lake- Runde. Ich selbst habe wie gesagt "nur" den Westen erpaddelt.

http://www.bowronlakes.com

Start der Westrunde: 28 Beckers Lodge, bowron lake

27 bowron marshlands

swan lake, 25 spectacle lake

24 skoi lake

23 babcock lake

21 Unna lake

22 Caribou falls

19 Sandy lake

 

Ein sehr gelungenes Abenteuer.

 

 


Bowron Lakes 2

31.12.2009 Permalink


Tja, die Wetterverhältnisse haben dafür gesorgt, dass mein Abenteuer nicht ganz den Vorstellungen entsprechend verlaufen konnte. Ist ja wohl klar, dass ich bei der Auswahl meines schwimmenden Fortbewegungsmittels ganz bestimmte Kriterien zugrunde lege. Mir wollte jedenfalls keiner bei diesen Windverhältnissen ein Solocanoe ausleihen und so stieg ich dann nach langem Hin- und Her merh oder weniger mißmutig in ein hässliches Plastikkajak und lud einen hässlichen Bootswagen auf. Die ganzen Gepäckstücke, die so einfach ins Canoe passen würden: Reinschmeißen, Trimmen, Verzurren mussten nun akurat verpackt und in das Innere des Wanderkajaks geschoben werden: ätzend. Natürlich ließ der Wind dann nach und es blieb die nächsten Tage entgegen der Prognose blau am Himmel...

Gepäckverladung

 

Anfangs- und Endpunkt meiner Westroute(bis UnnaLake und zurück): Beckers Lodge

beckerslodge

Über den windigen bowronlake geht es in ein Gebiet mit vielen kleinen Verzweigungen:Alles Kanäle in den Swan Lake:

Alles sehr spannend, vor allem zu Beginn der Solo-Tour: Von welcher Seite kommt denn jetzt der Bär oder ein Moose? Hm - viele waren ganz scharf darauf, ein solches Tier mal zu sehen, ich bin eigentlich ganz froh, dass es bei mir nur eine Begegnung mit Tierspuren wurde.

1. Übernachtung: Statt Aufbauen des Zeltes und Frieren im Freien teilten wir uns lieber die cabin.Hätten wir beim Essen allerdings schon geahnt, welches Haustier sich außerdem die Hütte mit uns teilte, ... Ich nenne es Riesenratte, allerdings hätte man den Geräuschen nach zu urteilen auch von einem Riesenbären ausgehen können, der sich die Krallen an der Tür wetzt. Mitten in der Nacht sind also hektische Lichtkegelbewegungen, halbbekleidete Menschen mit Beilen bewaffnet zu sehen, ach ja, fluchend hab ich vergessen aufzuzählen. Aber wir habens geschafft und den Ratten-Eingang tatsächlich verstopfen können: Für was so ein Bärenspray-Holster alles gut ist. Die Ratte hatte morgens bestimmt Bauchweh :-)

Ralph im Ess-, Wohn-, Schlafzimmer

 


Bowron Lakes

01.10.2009 Permalink


Bowron Lakes Provincial Park

 

 

Tag 1 Anreise

schwierig sag ich gleich dazu. Wenn man sich nicht in eine der lodges im Park eingemietet hat (diese stellen einen Fahrdienst) gibt es zumindest im September (in der Hauptsaison fahren für Gruppen Busse von Quesnel aus) keine Möglichkeit, bis zum Bowron Lake zu kommen, außer -

  • Hitchhiking.

Und genau das probiere ich aus. Recht gut gelaunt ziehe ich los. Von meinem Motel aus erstmal zwei Stunden durch die Stadt immer am Highway entlang (Hunderte von Logging-Trucks

brummen an mir vorbei) bis zur junction (links Flughafen, rechts Highway irgendwas east Richtung Bowron Lakes (Barkerville, Wells). Dort halte ich dann schon mal den Daumen raus. Allerdings nicht lange: Diese „Nase-Hoch-RV-Fahrer“ gehen mir sowas von auf die Nerven! Sooo viel Platz in ihrem nach alles möglichen Dinosauriern benannten Wohnanhängern und ihren „big, bigger, biggest-trucks“ davor und wirklich keiner zuckt auch nur mit der Wimper wenn er an mir vorbeifährt. Im Gegenteil: Die meisten machen auch noch nen Bogen um mich und nehmen die zweite Spur. Ich bin sehr, sehr, sauer! Mein Hitchhiking in der ersten Stunde beshränkt sich also aufs Sauer-Sein und auf 5 Minuten Mitgenommen-Werden in der einen (für 2 Zigaretten!) und 5 Minuten Mitfahrgelegenheit in der anderen Richtung. Ich wollte wieder zurück, hatte die Nase voll. Wieder am Ausgangspunkt noch ein letzter Versuch: Ich bastle mir aus altem Styropor u.a. ein Schild, das ich dann vor meinem Rucksack aufstelle. Und tatsächlich... mittlerweile ist es auch schon 4 Uhr vorbei, ein junger Kerl (na ja, 37) hält und fragt tatsächlich, ob er mich mitnehmen kann. Juchhuu! Es stellt sich heraus, dass Shaun sehr gerne Auto fährt und eh nix zu tun hat ( so ähnlich war die Begründung) , na ja, er fährt mich die ganzen 130km raus zum See. So ein Glück. Hab ihm ne dicke Flasche Pälzer Weinbrand versprochen.

Ich bin also tatsächlich angekommen am berühmten Canoe-Lake-Chain und nächtige in der noch berühmteren (Outdoor-Zeitschrift) Beckers Lodge für 20 Dollar im Zelt. Werde sehr herzlich begrüßt, ist nicht viel los in der auslaufenden Saison. Alles sehr aufgeräumt und good-looking, herrlicher Ausblick auf den bowron lake. Bezahle gleich CanoeMiete für 4 Tage.

 

 

     


 


Chilkoot Trail Hiking day 4

10.09.2009


  1. Hiking Tag Happy Camp - Bennett

    Heute stehen 20 km an. Das ist für das Gelände eine eher lange Etappe. Doch, ich möchte gerne rechtzeitig zur train Ausfahrt in Bennett ankommen. Die Jungs wandern übrigens den short cut aus, laufen über die Schienen zum Highway und hitchhiken dann weiter. Scheint ein guter Plan zu sein, doch wohl eine lange Etappe über die Schienen (siehe map).

    Die meiste Zeit über läuft man durch Hochgebirgsgelände, überblickt immer die zahlreichen Seen. Hin und wieder gehts auch mal einige Höhenmeter (ca. 300 feet) zum Seeufer, dann wieder hoch. Zwischendurch kann man Stromschnellen anschauen. Im Winter konnten die Herren Goldsucher hier mit den Schlitten über den zugefrorenen Fluss reisen.

    In Lindeman wechselt man dann die Seite. Unglaublich, wenn man die Fotografie von vor 100 Jahren mit der Aufnahme von heute vergleicht! Da merkt man, warum man vom Gold – Rush spricht.

    lindeman

    Auch von Bennett existieren alte Aufnahmen. Hier wo heute ein Strand ist und vier, fünf cabins stehen, war eine richtige Stadt entstanden mit Saloons, Hotels, einer Kirche und, für uns heute wichtig,einer Bahnstation.

     

    Mit dem train reisen wir heute nach Carcross aus (Straße existiert nicht). Früher konnten das nur die reichen Herren und Damen. Die größere Anzahl verbrachte einige Zeit damit, Boote zu bauen, mit denen Mensch und Material über den Lake Bennett und den Yukon bis Dawson City weitertransportiert werden konnten. Die BahnStrecke für uns ist in etwa vergleichbar mit der gelaufenen, dauert aber nur 1.45 h.

Ein wunderbar abwechslungsreicher  trail: Start auf Meereshöhe, Wandern durch coastal forest über subalpine und alpine Gebiete, borealen Wald und auf Sanddünen, Blick frei auf Gletscher, Flüsse, Gletscherseen und ständig wechselnde Pflanzenwelt, Aussicht auf zahlreiche Tierabenteuer und Erinnerung an Goldrausch-Geschichte (überall liegen Relikte), plus zahlreiche persönliche Erlebnisse und Gruppendynamik. Bären hab ich dann zum Glück doch keine gesehen (mein Gesangsrepertoire hat sich dafür erheblich erweitert).


Chilkoot Trail Hiking day 3

10.09.2009


  1. Hiking Tag Sheep Camp - Happy Camp

    Der Ranger hat alle überzeugt: Ab 6 Uhr morgens herrscht hier Chaos. Jeder frühstückt ordentlich, aber zügig, alles packen egal wie nass es ist und dann starten die ersten. Ich um 7.30 Uhr. Das frühe Starten ist auch nötig, denn es sind immerhin 4 Stunden bis zum Pass hoch. Und dann beginnt der ebenso lange „Abstieg“. Zunächst geht es durch Busch- und Strauchwerk nach oben, dann sind immer mal wieder kleinere Geröllfelder zu überqueren, es wird subalpin. Der Passaufstieg ist dann schon zu sehen: Schwarze, dicke Gesteinsbrocken, sehr steil. Immer schön markiert mit roten Stangen (normalerweise sei hier Nebel, wir haben zunächst Glück).

    passaufstieg

     

    Und das wars? Ha, falsch gedacht, insgesamt drei mal hab ich mich am Ziel gesehen und immer gings noch ein Stückchen, einen Absatz weiter. (Das Grob-Geröll ist übrigens insgesamt doch ziemlich lose, also Achtung.) Doch dann endlich: Der höchste Punkt des Chilkoot Passes ( ). Den besten Blick hat man vom outhouse aus! Immer wieder begegne ich auf dieser Etappe der wohl kurz vor mir gestarteten 4er Gruppe. Das ist lustiges Hiken, so weiß man doch immer jemanden in der Nähe. Aber auch sonst ist klar: Als letztes steigt heute der Ranger auf bis auf die Passhöhe, er macht sozusagen den „Lumpensammler“.

    Von der shelter auf dem Pass gehts dann über einige Schneefelder und weiterhin viel Geröll nach unten, aber lange nicht mehr so steil wie zuvor. Schließlich erreicht man den crater lake, den man dann in herrlicher Hochgebirgslandschaft abläuft. Insgesamt brauche ich (laufe hier alleine) nochmals 4 Stunden (ist auch gut schneller zu schaffen, aber es war so schön). Übernachte mit Jungs und Ladys in Happy Camp, sehr gemütlich und warm innen, wir teilen, was wir hoch geschleppt haben, u.a. unseren Whisky. Alle sehr exhausted, deshalb früh schlafen (8.Uhr, fühlt sich an wie 11).


Chilkoot Trail Hiking day 2

10.09.2009


  1. Hiking Tag Canyon – City - Sheep Camp

    Wandern heute schöner. Aber immer noch im dichten Küstenregenwald (coastal forest), deshalb bear aware. Singen sehr anstrengend, es geht ständig rauf und runter (der Weg, nicht die Stimme). Großer Campground im Sheep Camp. Wir sind jetzt zu neunt: 4er Gruppe, ich, 2 Yukon Ladys und zwei Jungs, die in Turnschuhen schwerst beladen mit je zwei Rucksäcken ankommen. Darin enthalten u.a. Campingstühle, Dosensuppen, Radio, Schackspiel,... (!) Es wird sehr gemütlich in der Cabin, der Ranger macht Abendtalk und weist uns in die nächste Etappe sowie in die Wissenschaft der Bergziegen ein.


Chilkoot Trail Hiking day 1

10.09.2009


  1. Skagway – Dyea – Canyon City Campground

    Start 10.20 Uhr nach Frühstück im starbucks. Laufe zum trailhead in Dyea. Das ist ein ca. 2 stündiger Marsch über staubige Straße. Man hat eine tolle Aussicht auf das Inlet und was sich darin abspielt. Beim ersten Mal hatte ich prustende Wale (ein kurzer trail von Skagway zur Smugglers Cove ist sehr zu empfehlen), diesmal kann ich einer Robbe beim Baden zuschauen. Natürlich werde ich ein Stückchen mitgenommen von einem netten autofahrenden Einheimsichen. Der zeigt mir dann auch noch verschiedene Stellen abseits des Touristenpfades. Dann gehts richtig los:

    Komisches Gefühl so alleine. Ganz schön dunkel und eng im Wald. Schmaler trail und Bären? Treffe dann auf dayhikers, was ein bischen beruhigt. Aber nachdem ich überholt habe: der erste Bär im Gebüsch. Laut gesprochen, dann haut er ab, ok, aber nix mehr mit beruhigt. Bin eine ganze Zeit über angespannt am Singen, falle vor Aufregung über Wurzel. Singen und Bergaufgehen vertragen sich auch nicht unbedingt (uff). Klopausen? Hm, never leave your backpack unattended, höre ich den Ranger noch sagen, mit „360 Grad-Rundumblick“ pinkeln. (?Macht man auch nur am Anfang).)

    bärentracks wald

    im camp angekommen ist dann erst auch keiner. Richte mich deshalb in der cabin ein (das ist der Vorteil, wenn man am Ende der Saison wandert und nicht in der Hauptsaison mit 50 Personen pro Tag). Es geht auch schon viel besser, als ich unserem jungen Ranger begegne, und dann auch noch die 4erGruppe auftaucht. Alles gut: Schöne cabin mit Feuer und „Betten“. Schöner Abend: Gute Unterhaltung, Moreen erzählt vom Meditationskurs (ist wie hiking alleine :-)). In der Nacht Mäuse, sehr unterhaltsam, „präpariere“ die Hütte, ätschbätsch, jetzt konnten sie nicht mehr rein.

    cabin


Chilkoot Trail

10.09.2009 Permalink


Nach Reitabenteuer und Hotelnacht schnell neues Abenteuer organisiert: Chilkoot Trail, Auf den Spuren der Goldsucher

Vorbereitung:

In Whitehorse schnell Busticket nach Skagway besorgt und einkaufen für 5 Tage „leichte“ Kost. :-)

Das ist gar nicht so einfach beim hiesigen Supermarkt-Großpack-Angebot. Aber schließlich: Mehrere Knorr-Tütengerichte, Tüten-Tomatensuppe für den Notfall, Käse, 8 Tortillas (schön flach und leicht), Milchpulver und Mars-Riegel (Energieschub für den Nachmittag). „Entleihe“ mir noch ein paar Packungen Gurkenrelish und Ketchup für meine Tortilla-Sandwiches (eben falls für den Nachmittag). Ach ja, und Kaffee darf nicht fehlen. Tee gabs gratis auf dem trail: Scharfgarbe und Labrador. Kocher und Gaskartuschen eh schon im Rucksack.

Am 1.9. mit Bus (greyline) nach Skagway. Nette 4erGruppe getroffen, mit der, wie sich herausstellt, ich alleine unterwegs bin (normalerweise pro Tag 50 permits). In Skagway trotten wir gleich zum trail office zur Anmeldung. Ich bekomme für 55,-Dollar eines der Walk-in-permits und eine lange Einweisung in erwartete Verhaltensweisen auf der US-Seite des Parks und der CanadaSeite. Es wird informiert über die Gegebenheiten auf den verschiedenen Campgrounds und über die aktuellen bear-sightings (Wenn Bären gesehen werden, wird das so bald möglich registriert und weitergegeben). Es gab viele. Man muss dann noch angeben, wann man genau die Passetappe angehen will. Denn hier sind besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Ein Ranger registriert Ankommen im letzten Camp vor dem Pass und achtet darauf, dass alle über den Pass kommen.

Der Hinweis der netten Rangerin im Office, die Ausreise aus dem Park vorzubuchen, ist Gold wert. Denn wie sich herausstellt, werden Züge und Busse gecancelled, wenn keine Besucher mehr angemeldet sind. (Das wäre zu meinem geplanten Termin doch glatt der Fall gewesen.) Also buche ich eine Zugfahrt von Bennett nach Carcross und Busfahrt weiter nach Whitehorse für den 6. 9. vor. (90.-Dollar). Jetzt darf nichts schief gehen, kein Puffer mehr in der Planung. Übernachtung auf campsite in Skagway (bekannte 20,-USD), sitze abends in Bar bei (oh Wunder) burger und (!) „SchmittSöhneRiesling“.  Kann nicht widerstehen, schmeckt bappsüß!

 



Alltägliches

07.09.2009


Hotelzimmer

 

 

Waschtag (äh -nacht)

3,50 Dollar Waschen Trocken, Legen  - musste ich selbst.


-trip-of-your-lifetime-part-2

07.09.2009 Permalink


 

part 2

ibex valley

Tja, aber das Reiten ging weiter. Allerdings ohne Zelt, wir hatten eine Art Basislager am Fuß des ibexmountain im ibexvalley. Wunderschöner Berg, fast perfekt inklusive Spitze. Leider war es mir nicht vergönnt, ihn zu besteigen. Aber wir sind nach einem erfolglosen Jagdtag in der anderen Richtung hoch auf den Pass geritten. Aber zuerst: Jagd? Ja, das war schließlich der Anlass der Tour. Den ganzen Tag hielten die beiden „Jungs“ Ausschau nach etwas Schießbarem. Doch das eine Dallschaf war zu klein (man darf es erst mit Alter 8 schießen), das Caribou zwar wunderschön groß, allerdings dürfen die Caribous nur von natives geschossen werden. Fernglas also wieder eingepackt, Gewehr in der Hülle gelassen. Aber das Jagdmesser schon mal geschärft (das beruhigt die Nerven?): So ging das tagsüber. Mein Job war es, Lunch zu packen und zu richten: Toastbrot, Scheibletten, Ketchup, Senf, Marsriegel und Apfelsaftpäckchen – lecker:-( - na ja, aber kalorienhaltig halt. Und die Kalorien brauchten wir auch bei der Kälte, man kam ja aus dem Frieren nicht mehr raus: Nachts Frost, tagsüber auf dem Pferd sitzend dem Regen und weiter oben auf den Pässen dann auch dem Wind ausgesetzt... Na ja, der Marsriegel hat tatsächlich geholfen, ich hab dann noch die Spezialtee-Variante eingeführt: Heißer Tee in der Thermos mit „Medizin“ versetzt:-) Wir waren schließlich in Canada, da trinkt man doch Whisky, oder?

Abends alleine am Lagerfeuer, da gings mir gut! (8 Uhr)

Na ja, zurück zum ibex mountain, unserem „Glücksberg“. Ich machs kurz: Es wurde ein Dallschaf de.wikipedia.org/wiki/Dall-Schaf

geschossen. Das Problem bestand nun nur darin (Kommentar von P.: rudiculous), das Schaf von diesem Geröllberg runter zu kriegen, im Jagdfieber hatten sie daran wohl nicht gedacht: Es lag hoch oben kurz vorm Gipfel, von unserem Standpunkt aus (die Pferde kamen da nicht mehr weiter) nur Geröll steil nach oben! Aber für mich hieß das endlich Hiking, juchhu! Deshalb hab ich das „Do you mind, staying with the horses?“ auch ignoriert und bin ebenfalls aufgestiegen, was die beiden können, kann ich schließlich auch. So wars dann auch (allerdings war ich etwas langsamer und hatte deutlich mehr Handkontakt an den Felsen). Ich konnte also der „Siegerzigarette“ und dem Aufmachen des Schafes beiwohnen. Eigentlich ganz einfach, wie bei den Fischen halt auch: Bauch aufschneiden und alles an Inhalt raus. Die beiden Jäger haben dann diese 150 kg Schaf tatsächlich das Geröll runter hinter sich hergezogen. C.P. hat sich dabei wunderbar den Finger gebrochen (der musste später im hospital entfernt werden, wie ich gehört habe), war eingeklemmt zwischen Schaf und Fels! Daraufhin wurden die Pläne geändert und verschiedene Teile geschnitten. Dann hab ich doch tatsächlich höchstpersönlich einen Schafsschnekel auf dem Buckel zu den Pferden geschleppt! Ist ja auch sinnvoll, ein Schaf zu scheißen, hab ich so bei mir gedacht, gab ne Menge Fleisch für P. als Wintervorrat. Na ja, über den Sinn des Jagens musste ich dann nochmal nachdenken:

Aber zunächst mal musste das Ereignis abends ausgiebig gefeiert werden: Jeder hat ne Dose FertigBeefstew in sich hineingschoben, dann sind alle erschöpft ins Bett gefallen :-) Schaf lag nachts neben den Zelten, aber auch da kam kein Bär. Tja, Sinn des Jagens Teil zwei kam dann auf dem Heimweg: Ein 7Stunden Ritt übrigens! Mitten im schlimmsten Regenwetter muss P. Natürlich einen Grizzly entdecken. Also schnell Gewehr ausgepackt, Fernglas, etc., ich bleibe diesmal bei den Pferden, wenigstens zunächst, höre gerade einen Schuss, Pferde total erschrocken, gehen aber glücklicherweise nicht durch, da kommen die beiden P.s schon wieder, der Schütze streckt stolz die Arme in die Höhe: „One shot and he was dead, wheres your whiskybottle?“ Komischerweise hat sich dieser tote Grizzly irgendwie bewegt beim Hingucken, mhm? Folgende Szene: Toter Grizzly im Gras, zweiter Grizzly um diesen herumschleichend, ihn abschleckend, stellt sich auf die Hinterbeine als er uns sieht (herzzerreißend!), wir stürmen hoch auf die beiden zu, P. Schießt in die Luft, dann macht er laute Geräusche, wedelt mit den Armen, wir rennen auf den Bären zu!!! (hatte ja keine Wahl, zurückgehen wäre ebenso lebensgefährlich), tja, und als wir vielleicht 10m nah sind, stellt dieser sich nochmal drohend auf und rennt Gott sei Dank in die entgegengesetzte Richtung davon. Puh!!! Dass dann der Grizzly ebenso wie das Schaf aufgeschlitzt wurde brauch ich nicht zu erzählen. (Sah aus wie ein Schmusebär im Kinderbett, tolle Tatzen, irgendwie tollpatschig, weiches Fell, wuschelig, dann kamen meterweise Darm zum Vorschein, Magen, Eimerweise Blut, ... Und das alles für den Wintervorrat? Denkt man, aber Bärenfleisch essen die wenigsten, das heißt, es blieb alles liegen bis auf das Fell und den Kopf, die gingen als Trophäe mit in des Hunters Basement...

Das vorläufige Ende der story „trip of your lifetime“ ist schnell erzählt: Abends Fahrt ins Krankenhaus, die Fuhre hab ich genutzt um ebenfalls in die Stadt zu kommen. Intuitiv hab ich das Hotel und nicht den Campground angesteuert. „Gute Wahl getroffen“, denke ich, so in der Badewanne liegend. Trotzdem vermisse ich das ibexvalley schon jetzt.

Verständlicherweise  gibts von der Badewanne kein Bild. Aber so sah mein Hotelzimmer aus:

 


Das ist übrigens Whitehorse

31.08.2009 Permalink


von oben betrachtet (schnauf!)

Der ganze Yukon hat angeblich ca. 30.000 Einwohner, davon leben ca. 22.000 in Whitehorse. Vergleicht man dies mit der zur Verfügung stehenden Fläche,...


"trip of your lifetime"

31.08.2009 Permalink


Hallo, da bin ich wieder.

Nach 5 Tagen out in the bush on horseback war eine Badewanne dringend notwendig. Es wird allerdings noch dauern, bis Ruß, Erde, Blut, Moos, Fett an den Fingern verschwunden sind.

Ich muss hier übrigens auf Deutsch schreiben, weil spezielle Typen (die mit denen ich weg war) hier nichts lesen sollen. Aber von vorne:

Ich hab meine Zelte auf dem Robert Service Campground abgebrochen um auf die Sky High Wilderness Ranch umzusiedeln, Es war klar, dass mit die Stadt und die anschließenden 16 km fish lake road in die Berge hoch nicht ohne besondere Anstrengungen und überhaupt nur im Notfall zu schaffen wären. Aber hier im Yukon gehts halt einfach trotzdem los: „Es wird sich schon finden!“ Und tatsächlich - schon in Whitehorse fragt mich ein Pickuper, wo ich denn hin wolle. Wir unterhalten uns in seinem Auto gut auf Englisch und kommen dann nach einiger Zeit über das Thema Führerschein darauf, dass wir ja als Deutsche Deutsch sprechen könnten (HiHi! Ich hätte einen Akzent, aber keinen deutschen!) Na ja, auf jeden Fall hat er mich dann sogar ein Stückchen fish lake road hochgefahren. Ich bin dann ausgestiegen um wenigstens noch ein paar Kilometer zu laufen. Aber schon nach 10 Minuten steht der nächste pickuper parat (hier einfach mal entlang einer Straße laufen geht gar nicht, Gott sei Dank): P.. Es stellt sich raus, dass er gerade versucht, mit Hilfe von reichlich Alkohol (und später auch mit reichlich angereichertem Tabak) seine french ex girl friend Probleme und andere zu lösen. Davon erzählt er mir, während ich seine selbst erbaute cabin, seine Hunde, sein place halt, zu sehen bekomme. Wir trinken Bier zusammen, er fährt mich durch die Landschaft und erklärt mir sein halbes Leben. Ach ja, und das wichtigste: Ich wurde sozusagen eingeladen, auf einen horsebacktrip mitzukommen, „for free, just for company“, „you can help me with cooking“. Na ja, das war ja eigentlich, was ich wollte, aber... Also kurz, ich habe zuerst Erkundigungen auf der Sky High Ranch eingeholt über P. und dann beschlossen, mitzukommen, ihn auf halben Weg zurück wieder getroffen und dann nahmen die Dinge ihren Lauf:

Zuerst tuckerten wir los auf dem 4wheeldrivequad, seine horses einzufangen. Das war ein Unternehmen! Mit dem quad durch den bush, was sag ich, über die Büsche!Juchhuuu! Tja , Pferde waren also wieder da und wurden schön von mir gebürstet und gestriegelt. Ein Freund kam fürs Lagerfeuer und brachte frischen Fisch mit. Den haben wird dann gegrillt. Übernachtet habe ich in einer cabin bei wolf (sprich schön wulf), einem ca. geschätzte 100 Jahre alten Native. Das war klasse. Morgensbekam ich Kaffee gekocht und oats gemacht.

Dann wurde ein ganzer Tag lang organisiert, gestriegelt, gesattelt, die Pferde angebunden, umgebunden, bepackt, was auch immer: Ein wildes Durcheinander. I remembered the Sky High woman saying: „Organisieren ist nicht seine Stärke.“

"Mein" Pferd: Santana

Mir wars ja wurscht, ich hab schön mitgemacht und die Dinge, die sich da abspielten, aus der Ferne betrachtet: Ständig kam jemand mit dem Auto angefahren, dann ging dieser jeweils mit Pierre in seine cabin, mir wurde gesagt, ich solle da bleiben, dann kamen beide zurück, haben Scheine getauscht und geraucht. So ganz wurscht wars mir dann nicht mehr, mit wem ich da in die Wildnis wollte! Übrigens: Der customer, für den der trip organisiert war, hatte welchen „Beruf“, na? Genau, hat eine „Vermittlungsagentur“?! :-) Super! Und wolf hat sich dann auch noch entschieden, da zu bleiben. Warum ich dann letzten Endes mit bin weiß ich nicht: Vielleicht weil mein Pferd santana schon gesattelt war. Oder ich unbedingt in die Wildnis wollte? Weil man sooo einen trip nicht buchen kann? Abends im bush-Camp konnte ich immer noch den Haeckel Hill über Whitehorse sehen, das beruhigte!

Am nächsten Mittag war der Hill weg. - Wir sind 7 Stunden durch die mountains geritten, was weiß ich in welche Himmelsrichtung, es war neblig. Berg hoch, Berg runter, durch die Büsche, durch die Creeks, durch Schlamm,... . Mein erster Ausritt und dann das! Hat aber alles geklappt, bis auf das Absteigen natürlich... Die Reiter unter euch wissen ja wohl, was ich meine: Die Beine sind nicht mehr da, Knie, als ob man nie welche besessen hätte, Füße?

... to be continued


Diesmal richtig!

31.08.2009


baerspray und baerbanger, Kostenpunkt für die Sicherheit: 90,-CanDollar


Nachtrag Bär

31.08.2009


Hier stand hinter mir der Schwarzbär. 

Location: Miles Canyon Yukon, footbridge

 

 


Schiffsreise Alaska Highway

24.08.2009 Permalink


Noch skeptisch...


Das ist übrigens mein neues Zelt. Luftiges

Schlafzimmer mit Ausblick...

 

 

 

Sehr familiäre Atmosphäre an Bord, nach ein paar Stunden kannte man alle MitFerryfahrenden  und wusste von deren Reiseplänen. Vorne an der Reling steht Susan, die hatte ich schon im Bus getroffen. Von den beiden Schweizern habe ich leider kein Foto.


Anreise

24.08.2009


So, jetzt nur noch ganz schnell den Juli aufgeholt. Das Internetcafe closed gleich.

Wie kam ich eigentlich nach Whitehorse?

  1. Teil der Reise war ja eine Mietwagentour von Calgary durch die Nationalparks Banff und Jasper nach Vancouver.

  1. Teil Wie komme ich in den Norden? Die Buchungsmodalitäten waren recht einfach zu erledigen: Ausgesucht Ferry des Alaska Marine Highway , bezahlt, dort abgeholt.

    Dochh die Anfahrt ans ferry terminal erwies sich als schwierig: Zug fahren in C'anada nur mal schnell von hier nach da? Kann man vergessen. Ich hab ne Stunde gebrauht um überhaupt am Bahnhof eine Orientierung zu haben, welche Züge es gibt, wann sie fahren und wo sie halten. Nur um fewtzustellen, dass für meine #richtung keiner dabei ist. Die 3 km Warteschlange überall hat es nciht einfacher gemacht. Nun ja, shcließlich kam ich zu einem Busticket für 20 Dollar (spotbillig) und saß morgens also in einem dieser motorcoaches. Was ich nicht wusste, und das hat mir dann aber die sehr gesrprächige Dame neben mir genauestens erklärt: die machen ein riesentrara aus der einreise in die usa, und da musste ich ja nun mal hin für genau drei stunden , denn das ferryterminal remember: Alaska Marine Higway, Alaska=USA) liegt in Bellingham. Und tatsächlich, alle mussten mit samt dem gepäck aus dem #bus aussteigen, sich in die Zollwarteschlange begeben. Ich musste tausend Fragen beantworten: wo ich hinwill, für wie lange, warum, ob ich genug ersparnisse hätte bei der langen aufenthaltszeit (ich hab erst gar nicht kapiert, was er damit eignetlich fragen wollte), dann musste ich fingerabdrücke hinterlassen und in die kamera lächeln. Das hat dann auch noch 6Dollar gekostet. Eine stunde später saßen alle wieder erleichtert in ihren sitzen. So ein theater!

  2. Ich hab dann einen Großteil des Highways (durchs Wasser:-)) mitgamacht von Bellingham über Juneau, Ketchikan, St Petersburg nach Skagway. Dort legen außderdem noch riesige Kreuzfahrtschiffe an (die cruiseships kommen sagen die Einheimischen). Wenn die ankommen, kann man nicht mehr durch die Straßen gehen, so ein Trubel! Tausende touristen kaufen Diamanten tag für tag, kein 'Wunder, dass es fast keine anderen shops mehr gibt.

    Tja und von Skagway nach Whitehorse fährt wie zu Goldgräberzeiten - genau: der Motorcoach (:-) der Zug war echt zu euer, nämlich 160 Dollar). Aber für die Eisenbahnfans der SFB www.sandfeldbahn.de hier der link zur GoldgräberZugfahrt  www.whitepassrailroad.com. Hab euch außerdem ein kurzes Video gedreht für zuHause.


ÜBärraschung

24.08.2009


22.8. Lets try it in English (amüsiert euch und zählt nicht die Fehler!)

Well, it was a good day although it kept raining all the times. First I could read all your guestbook – entries, then I made efforts with my studies, ah and then I saw the Swiss couple I had met before on the ferry (see next entry). They were on a brief visit in town to have a coffee (110 km!)Na ja, we had a nice talk and we all three had the feeling of homecoming. Ha, in the afternoon I managed to buy a pair of light shoes: You cant imagine, how hiking-boots feel like on the downtown-streets! Now Im on my way without qualmende Socken.

Buuuut the reason I write in today is another: I just went out with the mountainbike for a short evening trip. Short, so just a little water and the waterproof jacket. It was a signed path for hiking, biking and crossskiing. At a short stop to have a look on the map I became interesting to a little fox. Hm, I started thinking about my situation: alone, forest, street far away, wild animals??? So I startet singing, which isnt ea-uff-sy – when -uff- you—are biking --- up and---down :-)I met several foxes but got a little less nervous when I arrived at the footbridge crossing Miles Canyon (which is by the way beautiful). Just one picture of my bike on the bridge and the canyon in the background an in the moment I turned around it happened: there he was: my first blackbear, 20 m away. My first reaction was (no, not what you guess, no shouting for help:-)) singing in a low voice (the film I had watched showed its effort), the second reaction was a bit more überlegt I stepped backwards towards the bridge, thinking for a few seconds about taking a picture and then I biked away as fast as it was possible (very steep). I hope you dont mind, I cant show you a picture. Ah, besides, the bear spray and the bear bangers were laying (where? - yes, in the tent!) When I heard noises from other people I went down to the bridge again, but everything was alright, the bear had already been gone. Tja, tja, to all my pupils: Listen carefully to unit 5 in your English-book: How to deal with a bear.


Stuff

20.08.2009 Permalink


Das war drin in 5 Kanus für 2 Wochen und Luxuscamping (Breakfast, Lunch,Dinner).

 


Fraser Falls

20.08.2009 Permalink


 

Portage

an den Fraser Falls (StewartRiver,  Class 4 to 5)


Ok, that is me

20.08.2009 Permalink


Ja, that is me.  Am Start der 13tägigen Canoe-Tour auf dem Beaver River und dem Stewart River (Nebenfluss des Yukon). Angeboten durch RubyRangeAdventures  www.rubyrange.com .


Hi, that`s me

20.08.2009 Permalink


Hi, that me in the nowhere of Canadas Yukon

 

 

Hi, that me in the nowhere of Canadas Yukon.

Wie war der Werbespruch nochmal: Yukon, larger than life!

 


Blog für Dich

08.08.2009 Permalink


Hier kannst Du Deine Bilder / Berichte etc....

einstellen. Einfach einloggen und auf die Blogverwaltung.

Ab geht's.....

 

Hoffe Du kriegst das hin u kommst mit dem Editor klar.

Gepsannt auf den ersten Eintrag.

 

 


Blogstart

08.08.2009 Permalink


alles klar bei Dir ?

Hoff mal schon.....

Hab Dir eine Webseite eingerichtet auf einer Domain, die ich
noch hatte. Hab dort einen Blog installiert und ein Gästebuch..

Dann können wir uns über das Gästebuch dort weiter unterhalten..

Die Adresse lautet:  http://www.beats-to-dance.de

Auf der Seite unter Login einloggen und dann siehst Du ein Menüpunkt "Blogverwaltung".
Da drauf klicken und Du kannst einen neuen Blogeintrag anlegen etc..

Im Editor gibt es dann einen kleinen Button für Bildeinfügen. Danach öffnet sich ein Fenster
und dort gibt es eine Lasche "Upload" .. Darüber kannst Du Bilder hochladen. Am besten
wenn sie nicht so gross sind.

Speichern über das Diskettensymbol.
Aber probier einfach aus kannst nix kaputt machen. Ich design vielleicht auch noch etwas
weiter daran rum..

Viel Spass und lg

holger

P.S. Schreib zurück im Gästebuch
http://www.beats-to-dance.de/gaestebuch.html